Städte und Landschaften voller Überraschungen, eine spannende Geschichte, heile Natur, bodenständige Küche und freundliche Gastgeber: Das Paderborner Land verwöhnt seine Besucher mit allen Zutaten für gelungenen Urlaub in Deutschland. Radler, Wanderer und Gesundheitsurlauber finden hier das Beste, was Westfalen zu bieten hat.
Schon mit seiner Vielfalt setzt das Paderborner Land Maßstäbe für Ferien in Deutschland. Zum einen besticht der Kreis Paderborn mit den Kontrasten seiner ostwestfälischen Landschaften: Die Bergrücken des Teutoburger Walds im Norden, das Eggegebirge im Osten und die Ausläufer das Sauerlands im Süden umarmen sattgrüne bewaldete Hügel, aber auch die herb-windige Paderborner Hochfläche, fruchtbare Äcker und Wiesen sowie ein stilles Meer aus Sand, die Senne. In einem Oval der wechselnden Schönheiten, das knapp 50 Kilometer von Nord nach Süd und gut 40 Kilometer von Ost nach West umspannt, entspringen gleich drei größere Flüsse: Ems, Lippe und Pader.
Zum anderen besitzt jede der sieben Städte und drei Gemeinden im Paderborner Land ihren ganz eigenen Charme. Rund um den ebenso alten wie modernen Bischofssitz Paderborn gruppieren sich im Osten der stilvolle Kurort Bad Lippspringe, das Eisenbahn-Idyll Altenbeken und die ländlich-solide Kleinstadt Lichtenau mit dem imposanten Kloster Dalheim. Wenige Kilometer südlich der Domstadt birgt die Gemeinde Borchen geheimnisvolle frühgeschichtliche Bauten. Weiter im Süden des Kreisgebiets, nahe der Aabach-Talsperre, schmückt die Silhouette des Kurstädtchens Bad Wünnenberg das Hügelland. Büren überrascht mit dem Kontrast, in dem das liebliche Barock seiner Jesuitenkirche gegen die massige Wewelsburg steht. Im westlichen Teil des Paderborner Landes schließt sich das alte Salzsieder-Kleinod Salzkotten an. Weiter nördlich vervollständigen Delbrück, ehemals ein Römerlager und heute zweitgrößte Stadt des Kreises, sowie die Gemeinde Hövelhof am Rand der Senne den Kranz um die alte Bischofsstadt.
Besucher des Paderborner Landes bestaunen in einem Moment uralte Schätze aus dem Erbe Karls der Großen – und schon Minuten später modernste Datentechnik im größten Computermuseum der Welt. Das Land lässt sich mit Wanderschuhen so gut erkunden wie mit dem Fahrrad, mit dem Auto wie mit den Bussen und Bahnen des gut ausgebauten Nahverkehrsnetzes. Dennoch: Mit ihrer Vielfalt allein, dem allzu oft gehörten „Von allem etwas“, muss diese Ferienregion nicht hausieren gehen. Das Paderborner Land hat mehr zu bieten: das Beste in Westfalen.
Beste Einblicke in Europas GeschichteVor den Grundmauern der ersten Kaiserpfalz in Paderborn blicken Besucher auf den Ort, an dem Kaiser Karl der Große im Jahr 799 mit Papst Leo III. über die Zukunft Europas beriet und durch die Wiederherstellung des ehemaligen Weströmischen Kaiserreiches dem Abendland ein historisches Fundament gab, das bis heute trägt.
Die Herrschaft der Bischöfe über das weltliche Paderborn und sein Umland endete 1803, doch verstehen die Menschen hier ihre Heimat weiterhin als „das Hochstift“. Neben den freigelegten Fundamenten der ersten Paderborner Kaiserpfalz Karls des Großen und der wieder aufgebauten zweiten Residenz der mittelalterlichen Kaiser, die ständig durchs Reich zogen, erhebt sich der mächtige Dom – im romanischen Baustil begonnen, aber gotisch vollendet. Im Kreuzgang bringt das Hasenfenster seit mehr als vier Jahrhunderten die Besucher ins Grübeln: In Stein gehauen sind drei Hasen, die je zwei lange Ohren haben, zusammen sind es aber nur drei. Nebenan glänzt das Diözesanmuseum mit Kirchenkunst aus mehr als tausend Jahren. In den alten Gewölben seines mittelalterlichen Kellers, für jedermann zugänglich, funkeln das Gold und die Edelsteine des Domschatzes.
Die Jesuitenkirche, im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen, schmückt wieder ihr grandioser Altar. Er gilt als einer der größten und schönsten Deutschlands – ein Meisterwerk des Barock aus der Asche ein zweites Mal geschaffen. Nicht weit von der Kirche inszeniert sich der weltliche Stolz des alten Paderborner Bürgertums. Das Rathaus der „gemütlichen kleinen Großstadt“ entstammt der Weserrenaissance. Dieser Baustil entwickelte sich in einigen, für die damalige Zeit seltenen, Jahrzehnten des Friedens. Im 16. Jahrhundert erlangte das Land den Wohlstand, der in reich verzierten Häusern und Palästen bis heute seinen Ausdruck findet.
Im Stil der Weserrenaissance ist auch die im gleichnamigen Paderborner Stadtteil gelegene ehemalige fürstbischöfliche Residenz Schloss Neuhaus erbaut. Die Ausstellung zur Baugeschichte dokumentiert die Entstehung des Wasserschlosses vom 13. bis zum 16. Jahrhundert. Im Schlosspark präsentiert das Historische Museum die Neuhäuser Geschichte inkl. der Glas- und Keramiksammlung Nachtmann. Das Naturkundemuseum befasst sich mit der Natur des Paderborner Landes und die Städtische Galerie in der Reithalle ist Ort größerer Kunstausstellungen. Nach alten Vorlagen wurde der Barockgarten zur Landesgartenschau 1994 angelegt, ebenso wie der angrenzende Schloss- und Auenpark. Für das leibliche Wohl sorgen zwei Café-Restaurants im Schlosspark.
Ganz anders, wenngleich ebenfalls als Juwel der Weser-Renaissance, setzt sich die Wewelsburg in Szene: Massig besetzt die Burg mit einem dreieckigen Grundriss einen Fels im südlichen Paderborner Land. Wo einst die Fürstbischöfe ihren Landsitz hatten, empfängt heute eine Jugendherberge junge Gäste und Familien. Auch das Kreismuseum fand hier sein Domizil. Eine von zwei Ausstellungen, das Historische Museum des Hochstifts Paderborn, präsentiert mehr als 2000 Exponate auf 1500 Quadratmetern – vom Vorderlader bis zum Querschnitt einer freigelegten mittelalterlichen Straße. SS-Soldaten zerstörten 1945 die Burg bis auf ihre Außenmauern, nachdem sie die Gemäuer als Kult- und Ausbildungsstätte missbraucht hatten. Der Wiederaufbau dauerte von 1949 bis 1979. Seither ist die Burg ein Mahnmal gegen den Nationalsozialismus, der auch das Paderborner Land nicht verschonte. Die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945 mit der Ausstellung „Ideologie und Terror der SS“ bildet den zweiten Teil des Kreismuseums.
Ein weiterer großer Wiederaufbau im Paderborner Land wird die Restauratoren noch auf Jahre beschäftigen: Das Kloster Dalheim am Rande des Eggegebirges, ehemals eine Abtei der Augustiner-Chorherren, zählte zu den vielen Ordensgemeinschaften, die unter dem Schutz der Paderborner Bischöfe aufblühen konnten. Im Jahr 1803 aber verstaatlichte das Königreich Preußen den kirchlichen Besitz und vertrieb die Mönche, so wie es im Zuge der Säkularisation von Kirchengütern auch ihren Glaubensbrüdern in anderen Teilen des Reiches erging. Aus Zellen wurden Ställe, die Kirche verfiel. Jetzt aber leuchten die mächtigen, mit roten Dachpfannen gedeckten Wirtschaftsgebäude wieder in neuem Glanz; und stets werden weitere Teile renoviert. Restauratoren bauen das eigentliche Kloster mit Millionenaufwand zu einem Museum aus, das als erstes seiner Art die Bedeutung des Klosterlebens in ganz Europa aufzeigt. Das Landesmuseum für Klosterkultur zeigt 550 Jahre klösterliche Kulturgeschichte in einer fast vollständig erhaltenen Anlage. Diese ist ein Ort des Wissens und eine Oase klösterlicher Ruhe mit einem Garten voller Heil-, Nutz- und Symbolpflanzen, mit einem Gasthaus, Brauerei und Klosterladen. Zum Dalheimer Sommer im August kommen Zehntausende, um Theateraufführungen, Konzerte und Lesungen unter freiem Himmel zu erleben.
Das Beste aus der ZukunftDer moderne Alltag, vor allem aber die winzigen Schaltkreise, die ihn steuern, sind das Thema einer umfangreichen Ausstellung in Paderborn nahe dem Schloß Neuhaus: Das Heinz Nixdorf MuseumsForum, in einem dreigeschossigen Palast aus Glas und Stahl, ist nicht nur das weltweit größte Museum für Datentechnik. Neben der atemberaubenden Entwicklung der letzten sechs Jahrzehnte zeigt die Ausstellung auch 5000 Jahre alte Keilschriften, Schreibmaschinen aus zwei Jahrhunderten und die ebenfalls weltweit größten Sammlungen von Taschenrechnern und Mobiltelefonen.
Das Museum ist ein Tribut an den visionären Nachkriegs-Unternehmer Heinz Nixdorf, der in seiner Heimatstadt Paderborn einen der erfolgreichsten Computer-Konzerne schuf. Die ehemalige Unternehmenszentrale beherbergt heute das Museum. Heinz Nixdorfs Lebenswerk führen jetzt andere Konzerne fort, sein Wirken aber prägt weiterhin das Hochtechnologie-Profil Paderborns. Ebenso futuristisch wie das Museum präsentieren sich das Leuchtenwerk des Automobil-Zulieferers Hella und die Universität. An kaum einem anderen Ort liegen Alt und Neu so nah beieinander wie hier an den Ufern der Pader. Deutschlands kürzester Fluss entspringt am Paderborner Dom aus 200 Quellen – nicht etwa als schmaler Bach, sondern in respektabler Breite von Anfang an – um nur vier Kilometer weiter, unweit des Heinz Nixdorf Museums Forum, in die Lippe zu münden.
Hochtechnologie von vorgestern zeigt das Deutsche Traktoren und Modellauto Museum, ebenfalls in Paderborn. In einer großen Halle reihen sich Lanz-Bulldogs und Hanomags aneinander; ein süßlicher Duft von Motorenöl hängt in der Luft. Diese bedeutendste Ausstellung von Zugmaschinen in Europa entsprang der privaten Initiative einer weiteren Unternehmerpersönlichkeit in Paderborn, des Spediteurs Oskar Vogel.
Natur vom ihrer besten SeiteIm Norden des Paderborner Lands blieb mit der weitläufigen Senne eine einzigartige Heidelandschaft erhalten. Der größte Teil der „Wüste inmitten Europas“ dient seit Jahrzehnten als Truppenübungsgelände. Was zunächst an Zerstörung denken lässt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein Segen für die Natur: Zwar wühlen britische Panzer auf einigen Trassen den Sand auf, doch blieb der Bau von Straßen und Häusern deshalb aus, fanden Wildpflanzen und Tiere ein großes Rückzugsgebiet. Nur wenige Areale geraten unter die Ketten, weite Flächen bleiben unberührt. Am Wochenende öffnen die Offiziere der Queen die Schranken. Auf der uralten Postkutschenstraße von Bad Lippspringe nach Hövelhof glauben Radler, Wanderer und gelegentlich auch einsame Autofahrer sich um Hunderte von Jahren zurückversetzt. Nur hin und wieder durchdringt das ferne Blöken von Schafen die Stille. Ansonsten nur Heidekraut, Birkenwälder, Moore und Teiche. Am Horizont rahmen über flirrender Luft die Hänge des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge das Bild einer Urlandschaft.
Die Die Biologische Station Kreis Paderborn-Senne e.V. in der alten Dorfschule in Hövelhof Riege betreut Naturschutzgebiete im gesamten Kreis Paderborn sowie in der Sennelandschaft in den Kreisen Gütersloh und Lippe und in der Stadt Bielefeld. Dazu gehören große und kleine Gebiete zum Schutz von Feuchtwiesen, Bachtälern und Mooren, Kalk- und Sandmagerrasen, Heiden und Binnendünen, und auch die beiden Truppenübungsplätze Senne und Stapel.
In der Moosheide bei Hövelhof können Spaziergänger und Fahrradfahrer die Emsquelle zwischen bewaldeten Sanddünen und Heideflächen finden. Das Steinhorster Becken bei Delbrück, das als Hochwasserschutzanlage durch Einstau der Ems entstanden ist, wurde für Vogelkundler schnell ein Reiseziel ersten Ranges.
Verschiedene Artenschutzprojekte gehören ebenso zum Aufgabenbereich wie die Umsetzung von Landschaftspflegemaßnahmen und die Öffentlichkeitsarbeit. Die Biologische Station bringt jedes Jahr ein eigenes Veranstaltungsprogramm heraus und organisiert auf Anfrage und mit verschiedenen Partnern naturkundliche Führungen in verschiedene Naturschutzgebiete, oder zu speziellen fachlichen Themen.
Tiefer, geheimnisvoller Wald bedeckt die Hügel und Berge des südöstlichen Paderborner Landes. Einen ganz besonderen Ort des Staunens birgt das Eggegebirge. Zunächst kaum sichtbar, werden auf den zweiten Blick unter hohen Wipfeln die Konturen von Stadtmauern und Brunnen erkennbar: Die Stadtwüstung Blankerode, eine vom Wald überwucherte Stadt, bestand von etwa 1250 bis 1390, als sie im Krieg der „Bengeler Fehde“ unterging. Das Schicksal der Bewohner liegt ebenso im Dunkeln wie die Namen der vielen Reisenden, die auf dem alten Königsweg, früher auch Herßweg genannt, auf der Reise nach Paderborn die Stadttore passiert haben – auf der selben überwachsenen alten Straße, die Wanderer heute zu der bedeutendsten Stadtwüstung Europas bringt.
Diese Wälder waren auch das Revier des Wilderers Hermann Klostermann, der hier um 1870 herum die Förster narrte und sein Raubgut an die Armen verteilte. Obwohl ihn seine Untaten für sieben Jahre ins Zuchthaus brachten und er danach die Flinte ins Korn warf, erzählt man sich in den Waldschänken des Paderborner Lands noch heute vom „Robin Hood der Egge“. An nebligen Tagen glaubt man noch zu erspähen, wie er auf der Flucht vor den Förstern von Baum zu Baum huscht.
Nur das Beste für die GesundheitDie landschaftlichen Reize des Paderborner Lands, verbunden mit seinem Reichtum an heilsamen Quellen, schaffen beste Voraussetzungen für eine blühende Bäderkultur. Mit Bad Lippspringe entstand Mitte des 19. Jahrhunderts einer der schönsten Kurorte Deutschlands. In dieser Tradition steht der Gesundheitstourismus moderner Prägung, der Bad Lippspringe heute profiliert. Ob Diätberatung oder Rückenschule, Behandlung von Kopfschmerzen oder Programme für mehr Vitalität im Alter: Vielen Menschen ist die Gesundheit kostbar genug, sich ganz privat ein Wochenende oder mehr in einer Kurklinik oder Pension zu gönnen. Auch an Angeboten für Schönheit und Wohlfühlen fehlt es in Bad Lippspringe nicht: Viele Gäste kommen einfach nur, um sich einmal so richtig verwöhnen zu lassen.
Ärztlich verordnete Behandlungen gehören weiterhin zum Angebot der Stadt, die ihren Namen der Lippe-Quelle verdankt – sei es nun Hilfe bei akuten Erkrankungen, eine Rehabilitation oder eine Erholungskur. Wegen seines reizarmen Klimas besitzt das Heilbad als einziges in Nordrhein-Westfalen die staatliche Anerkennung als „heilklimatischer Kurort“. In der Allergie- und Asthmabehandlung sind Bad Lippspringer Ärzte führend. Das Allergiedokumentations- und -informationszentrum ADIZ, eine in Europa einzigartige Einrichtung, gibt Allergikern wertvolle Informationen und Tipps. Hilfe auf hohem Niveau finden Patienten auch bei Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, Rheuma, Suchterkrankungen und vielen weiteren Indikationen. Sie alle genießen, neben vorzügliche Betreuung, das Flair eines gepflegten Kurortes mit gleich drei großzügigen Parkanlagen, die eine Fußgängerzone miteinander verbindet.
Das zweite große Gesundheitsziel des Paderborner Lands, der Luftkurort Bad Wünnenberg, verwöhnt seine Gäste im nördlichen Sauerland mit viel Ruhe und großer Gastlichkeit. Medizinischer Mittelpunkt des Kneipp- und Heilbads ist die hoch angesehene Aatalklinik, die sich vor allem durch neurochirurgische Rehabilitations-Behandlungen, Dialyse und Logopädie einen Namen gemacht hat. Doch auch wer nur tief durchatmen möchte, findet in Bad Wünnenberg in jeder Hinsicht die Luft dazu. Im Tal des Aabachs, nicht weit vom Kurpark, wartet der Erlebnis-Barfußpfad auf Wagemutige, die sich ohne Schuhe und Strümpfe auf den gut einen Kilometer langen Rundkurs um den Paddelteich machen – abwechselnd über weiches Gras, warmen Rindenmulch, kribbelnden Kies und durch eiskalte Bäche. Ein Riesenspaß, der auch noch die Gesundheit fördert. Hoch hinaus geht’s im Abenteuerpark Aatal: Die Anlage besteht aus einem Kletterparcours mit Waldseilbahn für Kinder, einem Hochseilgarten für Jugendliche und Erwachsene und einer 250 Meter langen Riesenseilrutsche für alle, die sich über die Baumwipfel spannt und ihre Passagiere auf einer Zielplattform im Paddelteich weich landen lässt.
Oberhalb des Tals speichert die Aabach-Talsperre kristallklares Trinkwasser für eine Viertelmillion Menschen. Ein neun Kilometer langer asphaltierter Weg rund um den Stausee begeistert Jogger, Radler und Spaziergänger. Vor allem aber finden hier Inline-Scater ihre Traumpiste: Sie müssen kaum Steigungen überwinden und rollen fern vom Autoverkehr auf perfektem Untergrund durch den Wald. Gratis dazu gibt’s atemberaubende Aussichten über den See und die Berge des nördlichen Sauerlands – wo könnte Scaten schöner sein?
Bestnoten von Eisenbahn-FansFortbewegung der besonderen Art hat das Paderborner Land schon immer geprägt. Die Römer marschierten im Gleichschritt durch die Region und legten in den Jahren 4 und 5 nach Christi Geburt im heutigen Delbrück-Anreppen ihr Lager für 6000 Legionäre und Hilfstruppen an, das bis zur Varus-Schlacht am Teutoburger Wald Bestand hatte. Archäologen gruben die Anlage fast zwei Jahrtausende später aus. Im 8. Jahrhundert zog Karl der Große, immerzu von Pfalz zu Pfalz reisend, mit seinem Tross als häufiger Besucher über Straßen wie den Hellweg, dessen Verlauf an vielen Stellen noch erkennbar ist.
Den großen Sprung in die Mobilität brachte mehr als tausend Jahre später die Eisenbahn. In Altenbeken entstand ein Knotenpunkt des preußischen Gleisnetzes. Zur Einweihung der 482 Meter langen Talbrücke über die Beke im Jahr 1853 soll König Friedrich Wilhelm IV. gesagt haben: „Ich habe erwartet, eine goldene Brücke vorzufinden, weil so erheblich viele Taler verbraucht worden sind.“ Für damalige Verhältnisse immense 573.000 Taler hatte die Querung gekostet.
Der bis heute viel befahrene Altenbekener Viadukt aus 24 steinernen Bögen, am Ortsrand leicht zu finden, zeigt sich Wanderern von vielen schönen Seiten. Das kleine Eggemuseum am Bahnhof erzählt von der Eisenbahn und den Menschen, die sie seit anderthalb Jahrhunderten in Betrieb halten. Vor seiner Kleinkunstbühne locken am Wochenende Kabarettisten das Publikum von weit her. Und zu den Eisenbahn- und Kulturtagen „Vivat Viadukt“ pilgern Eisenbahnfans aus ganz Europa alle zwei Jahre am letzten Juniwochenende nach Altenbeken, um in historischen Zügen zu fahren und fauchende Dampfloks zu bewundern, Das Fest fällt immer auf die ungraden Jahre. 2009 wurde der Viadukt-Wanderweg, ein 29 km langer Rundwanderweg, der immer wieder spektakuläre Ausblicke auf das mächtige Bauwerk bietet, vom Deutschen Wanderverband offiziell als „Qualitätswanderweg“ ausgezeichnet.
Bastler aus der Region nahmen sich eines ganz besonderen Schätzchens an: Sie haben zwei rot lackierte Schienenbusse aus dem Jahr 1960 vom Typ VT98, auch als „Ferkeltaxe“ bekannt, renoviert und lassen sie vom Dorf Alme aus auf der fast vergessenen Strecke an der Alme nach Büren fahren. Die „Waldbahn Almetal“ zuckelt zwischen April und Oktober an Sonntagen, beladen mit Familien und Eisenbahnfans, durchs Paderborner Land – mal schleichend durch dichten Forst, dann wieder im Höllentempo von bis zu 25 Stundenkilometern an entsetzt davon galoppierenden Kühen entlang.
Kaninchen und Rehe kreuzen unbekümmert die Gleise. Ab und zu stoppt der Schienenbus mitten im Wald. Ein Hobby-Eisenbahner klettert aus seinem Lieblingsspielzeug und sichert mit großer Kelle einen einsamen, unbeschrankten Bahnübergang, den der kleine Zug mit seinen zwei Anhängern dann gaaanz langsam kreuzt. Für die Passagiere gibt’s Kaffee und kalte Getränke zu Spottpreisen; gute Stimmung ist garantiert.
Das Beste für Radfahrer und WandererAm allerschönsten lässt sich das Paderborner Land mit Muskelkraft erkunden. Kaum eine andere Region Deutschlands hat so konsequent ein dichtes Netz gut ausgeschilderter Rad- und Wanderwege geknüpft, das zudem alle Sehenswürdigkeiten miteinander verbindet. Allein die markierten Radwege addieren sich auf 2.000 Kilometer.
Im Kreisgebiet wurden mehr als 70 Rundkurse für Radler angelegt. Viele der gut ausgeschilderten Routen führen ins Umland zweier oder dreier benachbarter Orte. Seit 2006 reiht eine der Radlerstrecken, die Paderborner Land Route, sogar fast alle touristischen Perlen der Region aneinander: Kloster Dalheim, Emsquellen, Paderborner Dom, Schloss Neuhaus, Wewelsburg und vieles mehr. Aktivurlauber erleben auf insgesamt 251 Kilometern täglich Neues, ohne die Region verlassen zu müssen.
Beliebt ist auch der Senne-Parcours, der 65 Kilometer weit über kleine Wege und wenig befahrene Straßen Hövelhof umrundet. Zwölf „Hindernisse“ laden zu überaus interessanten Stopps ein. Einer davon ist die Heidschnucken-Schäferei, wo Schäfermeisterin Renate Regier Biofleisch, Felle und Honig im Hofladen verkauft und Besuchern im Frühjahr die neu geborenen Lämmer ihrer tausendköpfigen Herde vorstellt. Zu den weiteren Stationen zählen die Naturschutzgebiete Moosheide und Steinhorster Becken, die Biologische Station Paderborner Land und die Jugendstil-Kapelle des Salvator Kolleg in Hövelhof. Mit etwas Glück bekommen Radler auf dem Parcours auch die halbwilden Senner Pferde zu Gesicht.
Viele Radstrecken, so auch der Senne-Parcours, verlaufen flach, einige klettern über Berge. Wer unterwegs ermüdet oder nur Teile der Touren fahren möchte, genießt einen ganz besonderen Service: Der Fahrradbus des Nahverkehrsverbundes Paderborn/Höxter fährt von Mai bis Ende Oktober an Sonn- und Feiertagen ausgewiesene Haltestellen an. Die Drahtesel reisen dann kostenlos auf Anhängern mit.
Über die regionalen Routen hinaus durchqueren auch mehrere Rad-Fernradwege das Paderborner Land. Die Kaiser-Route etwa verbindet Aachen mit Paderborn, die RÖMERROUTE Xanten mit Detmold und der Europa-Radweg R1 reicht sogar von Calais nach St. Petersburg. Die bekannteste und bei Gästen beliebteste überregionale Radroute ist der vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ADFC hoch gelobte EmsRadweg, der von den Quellen bei Hövelhof auf einer bequemen Strecke, nämlich so gut wie ohne Steigungen, 375 Kilometer lang bis zur Mündung in die Nordsee nach Emden führt.
Wanderer finden im Paderborner Land ebenfalls sehr viele gut ausgeschilderte Wege. Dem Eggeweg hat der Deutsche Wanderverband als erster Route überhaupt das Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland” verliehen. Der Weg verbindet die geheimnisvollen Externsteine bei Horn-Bad Meinberg mit Marsberg im Sauerland. Entlang der Grenze zwischen Paderborner und Corveyer Land folgt der Wanderweg einer uralten Handelsroute auf dem Kamm des Eggegebirges. Das bewaldete, 71 Kilometer lange Teilstück des Europäischen Fernwanderwegs E1 von der Nordsee zum Mittelmeer besticht mit grandiosen Aussichten, sauberen Bächen und einzigartigen historischen Schätzen.
Der Viadukt-Wanderweg, erhielt sogar als einziger Rundwanderweg im Teutoburger Wald das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“. Eisenbahnfans sind elektrisiert, wenn sie den Namen „Altenbeken“ hören. Und seit der Eröffnung der 29 Kilometer langen Route schlagen nun auch Wanderer-Herzen hier am Tor zum Eggegebirge schneller. Denn in der Eggegemeinde gehen Eisenbahngeschichte und Wanderlust fürwahr eine traumhafte Symbiose ein.
Der Deutsche Wanderverband war so begeistert vom Wanderangebot des Paderborner Landes, dass er seinen Deutschen Wandertag, zu dem sich jährlich viele tausend Wanderfreunde aus ganz Deutschland auf den Weg machen, 2015 in Paderborn feiern will.
Im Vorfeld dieses Großereignisses sind in den letzten Monaten attraktive neue Wanderrouten entstanden, die den Bedürfnissen auch jüngerer Outdoor-Fans bestens entsprechen: Emsquellen-Wanderweg, Wilderer-Wanderweg, Jesuiten-Pfad, Sintfeld-Höhenweg, Alter Pilgerweg, Fünf-Bäche-Weg, Grenzstein-Weg und Altenau-Wanderweg erzählen spannende Geschichten, die sie in informativen Internetpräsentationen, natürlich inklusive kostenlos herunterzuladender GPS-Daten, vermitteln.
Eine ganz neue Erfahrung bietet die Tourist-Information Paderborn: Gäste erkunden die Paderstadt auf dem „Segway“, einem touristischen Roller der Spitzentechnologie. Sie "erfahren" eines der modernsten Fortbewegungsmittel und lassen sich nach einer Einweisung in Technik und Fahrweise von der einzigartigen Segway-Tour faszinieren – ein begeisterndes Erlebnis, mit Gleichgesinnten oder Freunden in Begleitung einer kompetenten Gästeführerin bzw. eines kompetenten Gästeführers auf attraktiven Touren durch Paderborn zu rollen. Wer sich gern noch extravaganter bewegt, findet im Paderborner Land beste Gelegenheiten zum Inline-Scating, Reiten, Golfen und Segelfliegen. Für Erfrischung sorgen Freibäder und saubere natürliche Badegewässer wie der Lippesee.
Bestens essen, wohnen und einkaufenUrige westfälische Gasthöfe und gepflegte Bauernhof-Cafés laden zu ausgedehnten Pausen ein. Sehr beliebt sind die Biergärten der Region, etwa jener des mehr als 130 Jahre alten Gasthofs Weyher im Waldpark Haxtergrund: Nur wenige Kilometer südlich von Paderborn servieren die Wirtsleute Wurst und Fleisch aus eigener Schlachtung, aber auch frisch gebackene Waffeln und köstlichen Kuchen.
Nicht nur Westfälisches, sondern auch internationale Genüsse kommen in den Restaurants und Gasthöfen des Paderborner Lands auf den Tisch. Im Mai und Juni pilgern Kenner nach Delbrück, wo auf einer Anbaufläche von nur 100 Hektar im warmen Sennesand ein Spargel gedeiht, der zu Europas zartesten zählt. Dazu gibt’s Knochenschinken und köstliche Frühkartoffeln. Zum Delbrücker Stadt- und Spargelfest kommen Zehntausende. Geboten werden, neben den köstlichen Stangen aus dem Sennesand, auch Besichtigungen von Anbaubetrieben, organisierte Radtouren ins Umland und, besonders beliebt, ein verkaufsoffener Sonntag in der dann autofreien Innenstadt.
Auch Erdbeeren reifen im Paderborner Land vorzüglich. Ebenso berühmt ist die Region für ihr saftiges Graubrot und gutes Bier. Im Gastlichen Dorf, leicht zu finden im Delbrücker Ortsteil Sudhagen, genießen Einheimische und Gäste die Speisen aus der Region vor der Kulisse westfälischer Fachwerkhäuser. Schmackhafte Landküche und Wildgerichte findet man in den beliebten Bauernhof-Cafés. Im Gasthaus am Königsweg beim Kloster Dalheim hat Familie Brand die Zeremonie um Kaffee und Kuchen zur Kunst erhoben. Und in den Städten laden Speisen aus aller Herren Länder zur kulinarischen Weltreise – sei die Küche nun italienisch, griechisch oder amerikanisch. Gourmets kommen spätestens in den Spitzenrestaurants des Paderborner Landes auf ihre Kosten, etwa in dem des Best Western Premier Park Hotel in Bad Lippspringe oder das von den kritischen Restaurantprofis u. a. von Gault Millau und Michelin mit Höchstnoten bewerten Restaurant Balthasar in Paderborn.
Glücklich, wer in diesem Viereinhalb-Sterne-Palast am Ufer des Blütenmeers im Kaiser-Karls-Park auch sein Haupt bettet – oder vielleicht unter den vier Sternen des Vital-Hotel ebenfalls in Bad Lippspringe. Ebenso viele Sterne zieren auch das Best Western Premier Arosa Hotel und das Waldhotel Nachtigal in Paderborn, das Flair-Hotel Waldkrug in Delbrück und das Landhotel Waldwinkel bei Bad Wünnenberg.
Auch Besucher, die es gerne etwas schlichter haben, finden im Paderborner Land das passende Quartier: Ob im Privatzimmer, Gasthof oder Hotel: Überall genießen die Gäste saubere, gepflegte Räumlichkeiten und westfälische Gastfreundschaft zu überaus attraktiven Preisen. Viele Übernachtungsbetriebe, auch private, haben sich zusätzlich den strengen Qualitätskriterien des Deutschen Tourismusverbands, Hotel- und Gaststättenverbands, ADFC und Deutschen Wanderverbands unterzogen.
Paderborn, das florierende wirtschaftliche Zentrum des Kreises und die Heimat fast der Hälfte seiner nahezu 300.000 Einwohner, ist auch als Einkaufsstadt überaus beliebt. Kaufhäuser laden ebenso zum Einkaufsbummel ein wie Delikatessenläden, ausgedehnte Fußgängerzonen und kleine Ladenpassagen. Auch im Umland macht das Einkaufen Spaß: Die kleineren Städte sind noch leichter zugänglich und – genau wie Paderborn – bestens mit Parkplätzen ausgestattet.
Die besten FesteIm Frühling und Sommer feiern die Dörfer und Städte des Paderborner Landes ihre traditionellen Schützenfeste. Bier, Blasmusik und Bombenstimmung locken Einheimische und Feriengäste in die Festzelte. Die Stadt Paderborn ist die Heimat gleich zweier großer Ereignisse, die weit über die Region hinaus bekannt sind: das Liborifest und den Weihnachtsmarkt. Libori, immer von Ende Juli bis in den August hinein, markiert hier die „fünfte Jahreszeit“ und ist mit jährlich anderthalb Millionen Besuchern eines der größten und ältesten Volksfeste überhaupt. Neun Tage lang erinnert es die Paderborner an die Überführung der Gebeine des heiligen Liborius aus Le Mans, wo der Gottesmann im vierten Jahrhundert Bischof war. Der Transfer des Heiligen und Schutzpatrons des Doms im Jahr 836 begründete eine Städtepartnerschaft, die bis heute Bestand hat – die älteste der Welt. Grund genug für die Paderborner, sowohl mit einem geistlichen Fest samt Prozession als auch ganz weltlich mit französischer Küche, Wein und einer riesigen Kirmes den nach wie vor engen Kontakt mit Le Mans zu pflegen. Vier Monate später geht’s ganz romantisch weiter: Paderborns Weihnachtsmarkt rund um den Dom zählt zu den größten und schönsten in Deutschland.
Beste VerkehrsanbindungDank seiner zentralen Lage ist das Paderborner Land von überall in Deutschland, aber auch aus Belgien, Luxemburg und den Niederlanden, binnen weniger Stunden erreichbar. Die Autobahn A44 von Dortmund nach Kassel schlängelt sich durchs südliche Paderborner Land. Von dort zweigt nach Norden die A33 nach Bielefeld ab. Beide Routen bilden ein auf dem Kopf stehendes Autobahn-T, auf dem Besucher schnell und bequem in jede Ecke des Paderborner Landes finden.
Bahnreisende gelangen mit IC- und Regionalzügen komfortabel nach Paderborn und Altenbeken. Nahverkehrszüge halten auch in Hövelhof und Salzkotten. Die Busse des Nahverkehrsverbunds Paderborn/Höxter verkehren so häufig und auf so vielen Linien, dass Wanderer und Radfahrer das Auto getrost zu Hause lassen können.
Der Paderborn-Lippstadt Airport, nahe Büren im Winkel der Autobahnen A33 und A44, gilt längst nicht mehr nur als Geheimtipp. Gäste aus vielen europäischen Ländern erreichen die Region über den modernen Airport schnell und auch überaus kostengünstig. Zahlreiche Ferienflieger nutzen den Flughafen für ihre Charterflüge in südliche Gefilde, Air Berlin bietet dazu preiswerte Flüge täglich von London und mehrmals wöchentlich von Manchester an. Die Lufthansa verbindet Paderborn mehrmals täglich mit München. Damit ist Paderborn von allen Flughäfen im weltweiten Netz der Lufthansa und der Star Alliance gut erreichbar.
Informationen
Kostenlose Reiseinformationen und Pauschalangebote:
Touristikzentrale Paderborner Land e.V. Königstr.16, 33142 Büren Tel. 02951/970300, Fax 02951/970304 info@paderborner-land.de, www.paderborner-land.de.
www.paderborner-land.de, www.paderborner-land.nl, www.visitpaderbornerland.com
Pressedienst und Unterstützung für ReisemedienMit dem Pressedienst „Das Paderborner Land informiert“ berichtet die Touristikzentrale Paderborner Land e. V. aktuell über Neues aus dem Kreis Paderborn. Redaktionen und Journalisten können den Dienst formlos und kostenfrei abonnieren:
Ansprechpartner Presse
Allgemeiner Pressekontakt
Herbert Hoffmann (Geschäftsführer)
Tel. 02951 / 970-301
herbert.hoffmann@paderborner-land.de
Pressedienst und Versand
Nina Rohrbach
Tel. 02951 / 970-305, Fax 02951 / 970-304
n.rohrbach@paderborner-land.de
![]() |
Adresse Touristikzentrale Paderborner Land e. V. Königstraße 16 33142 Büren Tel. 02951 970300, Fax 970304 info@paderborner-land.de |
Funktionen Inhaltsverzeichnis Impressum |
Informationen Presse AGB |